Geschichte des JUDO vom Union Judo Zentrum Mühlviertel

Der Ursprung

Bereits 1968 begann im kleinen Ort St. Ulrich im Mühlkreis der Judofanatiker Karl Loizenbauer
mit etwa 20 Judointeressierten mit 2 Mattenteilen mit einem Judotraining. Nach mehreren abenteuerlichen
Stationen (Gasthaus, Bauernstube, Tenne, Säulenhalle eines Hotels) landeten die Judokas Ende 1968 in
Neufelden im Turnsaal der neueröffneten Hauptschule. 1973 wurde in Niederwaldkirchen ebenfalls eine
Sektion Judo gegründet. Trainer waren neben Karl Loizenbauer die in Neufelden aktiven Judoka Johann
Niederhuber und Josef Kitzmüller.

Bereits 1976 stieg Union Neufelden in die Staatsliga-B auf, Niederwaldkirchen stieg
alljährlich eine Klasse höher und schaffte 1977 den Sprung in die Landesliga A.
Die Idee einer Vereinigung mit dem Ziel Staatsliga A reifte und im Jänner 1978 wurde
das Union-Judo-Zentrum Mühlviertel aus der Taufe gehoben.
Neben Neufelden und Niederwaldkirchen schlossen sich
Sarleinsbach, Ulrichsberg, Aigen und Waldmark dem Zentrum an.

Beginn eines unvergleichlichen Erfolgslaufes

Bereits im Gründungsjahr 1978 gelang der Aufstieg der A-Mannschaft in die Staatsliga-A
und der Aufstieg der B-Mannschaft in die Staatsliga-B. In der ersten Saison in
Österreichs höchster Liga erreichten wir den 4. Platz, der bis heute die schlechteste
Platzierung überhaupt geblieben ist. Nach Platz 3 im Jahr 1980 gelang
1981 der vielbejubelte erste Mannschafts-Staatsmeistertitel.
Dem folgten die Titelgewinne 1983, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1992, 1994 1998
und schließlich 2003 bereits der 11. Titel.
Dazwischen gab es nur zweite (1984, 1988, 1991, 1993, 1995, 1996) und dritte Plätze (1982, 1997).

Ausstieg und Wiederkehr

1998 stieg UJZ Raiffeisen Mühlviertel als regierender Meister aus der Staatsliga aus, um
den vorhandenen jungen Talenten Zeit zu geben, die für die oberste Liga notwendige Reife zu
erlangen. 2002 kehrte UJZM in die inzwischen „Bundesliga“ genannte höchste Klasse zurück,
erreichte auf Anhieb wieder Platz 3 und setzte mit dem
Titel Nr. 11 im Jubiläumsjahr 2003

den nächsten Höhepunkt einer faszinierenden Erfolgsstory.

Erwähnenswert ist auch noch, dass UJZ Raiffeisen Mühlviertel in den Jahren 1983, 1984, 1985 und 1987
sogar mit zwei Teams in der Staatsliga vertreten war
und diese Möglichkeit dann durch eine Statutenänderung abgeschafft wurde.

Zusammenfassung :

UJZ Raiffeisen Mühlviertel erreichte in insgesamt
22 Staats
- bzw. Bundesliga-Saisonen 11 xden Mannschafts-Staatsmeistertitel,
6 x Platz zwei
und 4 x Platz drei und den 4. Platz im ersten Jahr.

Europacup

UJZM war 1982, 1984 und von 1986 bis 1997 alljährlich auch im Judo-Europacup vertreten,
stieß dabei zweimal (1991, 1996) bis ins Viertelfinale vor.

Trainer immer aus den eigenen Reihen

Der Begünder des Mühlviertler Judowunders Karl Loizenbauer leitete das Training bis 1984,
es folgten mit Hans Makula und Josef Reiter bekannte Judokas aus den eigenen Reihen.
Auch alle weiteren (manchmal mehr als 20 gleichzeitig tätigen) Trainer entstammen ausschließlich den eigenen Reihen.

 

Geschichte des JUDO "ANNO Dazumal"

 
Der Gründer des modernen Judo ist Jigoro Kano. Er wurde am 28. Oktober 1860 in der Hafenstadt Mikage bei Kobe geboren. Durch das Ende des Feudalsystems in dieser Zeit , der Öffnung Japans und der Einzug westlicher Zivilisation gerieten auch traditionelle Kampfkünste in Vergessenheit.
Von 1878 bis 1881 studierte Jigoro Kano an der Tokioter Universität die Fachrichtung Literatur, Staatskunde, sowie Ethik und Körperertüchtigungs- lehre. Bei seiner Suche nach einer bodenständigen Sportart, die er zur Körperertüchtigung der Jugend verwenden könnte, stieß er auf Ju-Jitsu.

 
Im Jahre1882 gründete er im Tempel Eishoji sein erstes Dojo , dem er den Namen Kodokan (der kleine Weg des Kano) gab. Hier gelang es im lehrend und lernend, gemeinsam mit seinen Schülern durch Auswahl der besten Techniken und Entfernung körperschädigender oder gefährlicher Elemente, eine Form der Körperertüchtigung zu schaffen, die sowohl traditionelle Bewegungsformen, als auch pädagogische Grundsätze in sich vereinigte
Während dieser Zeit wurde Judo zum Sport, der mit Regeln ausgeführt werden konnte. Durch ein neu entwickeltes System von Fallmethoden sowie der Signalisierung der Aufgabe (abklopfen) wurde das Risiko von Verletzungen auf ein Minimum reduziert.
Das sich aus dem Kodokan entwickelte Sportinstitut ist heute noch eines der Weltzentren des Judo.

In der Folge bemühte sich Jigoro Kano, dem Judo weltweite Geltung zu verschaffen. Er reiste mit seiner Methode durch die USA und Europa, wobei er 1933 auch Österreich besuchte. Seinen größten Wunsch, Judo als olympische Disziplin auf dem Programm der für 1940 geplanten Spiele in Tokio zu erleben, konnte er nicht mehr verwirklichen. Er starb am 14. März 1938 auf der Heimreise vom olympischen Kongreß in Ägypten. So blieb es ihm erspart mitzuerleben, wie die Spiele 1940 in Tokio dem 2. Weltkrieg zum Opfer fielen.

(Auszug aus Infobroschüre)


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